Waldumwandlung verantwortungsvoll?

Angesichts der fast täglichen Hiobsbotschaften zum Zustand des Waldes, fragt sich die BI, ob eine Umwandlung von Wald in Gewerbefläche in der Größenordnung von 10,78 ha überhaupt noch verantwortet werden kann.

Wir alle spühren es sofort, wenn wir aus der asphaltierten Sadt in den Wald gehen. Die Luft kühlt sich ab und zeigt uns, wie wichtig Wald als regulierender Faktor ist. Unabhängig von der Art und Weise der Bewirtschaftung steht der Wald in enger Wechselwirkung mit dem Klima. Nicht nur global, sondern auch lokal. Lokal hat der Wald einen ausgleichenden Einfluss auf das Umgebungsklima, er filtert beispielsweise Feinstäube aus der Luft, kühlt die Luft in den warmen Monaten des Jahres und hat eine Reinigungs- und Speicherfunktion in Bezug auf das Wasser.

Angesichts des Zustandes, scheint der BI jeder Hektar Wald ein zu wertvolles Gut, um daraus asphaltierte und überbaute Flächen zu generieren.

Aus unserer Sicht müssen alle erdenklichen Anstrengungen unternommen werden, um das ehemalige „Bonn-Gelände“ zu erwerben und einer direkten Erweiterung für Procter & Gamble zuzuführen. Etwa 5 ha erschlossenes Gelände stünden hier zur Verfügung. Warum sich die Stadt, als die Fläche zum Kauf stand, dagegen entschieden hat, erschließt sich nicht. Jetzt bedarf es deutlich größerer Anstrengungen, z.B. den stark Lärm erzeugenden Entsorgungsbetrieb dazu zu bewegen, in den VIP umzusiedeln.

Etwa 5 ha erschlossene Gewerbefläche stünden unmittelbar als Erweiterungsfläche für Procter & Gamble zur Verfügung, wenn die wenigen dort ansässigen Betrieb dazu bewegt werden könnten, ihre Produktion/Entsorgung in den VIP zu verlagern.