Stellungnahme zum Entwurf FNP 2030

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung hat die BI zusammen mit dem Biotopschutzbund Walldürn e.V. eine Stellungnahme zum Vorentwurf des Flächennutzungsplans 2030 für die Verbandsgemeinde beim GVV eingereicht.

Stellungnahme (pdf-Datei)

„Wohne und arbeite“, auf diesen Nenner könnte man den Entwurf des Flächennutzungsplans 2030 für den Gemeindeverwaltungsverband Hardheim-Walldürn bringen. Er führt im Wesentlichen fort, was in den vorangegangenen Flächennutzungsplänen, man kann behaupten, in den letzten 70 Jahren, Usus war, nämlich die Neuausweisung von Wohn- und Gewerbeflächen.

Hätte man sich gewünscht, dass die wirklichen Probleme in der innerstädtischen Entwicklung mit der Darlegung entsprechender Potentiale mit dem FNP 2030 angegangen würden, so wird man diesbezüglich enttäuscht. Die Ausweisung von neuen Wohn- und Gewerbeflächen wird als alternativlos dargestellt, ein Zahlenwerk konstruiert, welches nicht nachvollziehbar ist. Darüber hinaus listet der FNP 2030 z.B. in puncto Infrastruktur das Bestehende auf, neue Ziele oder Konzepte werden nicht aufgeführt. Auch im Bereich Klimaschutz ist das Pflänzchen klein gehalten. Hier wird man prüfen, wenn Handlungsbedarf besteht. Angesichts eines bestehenden Klimawandels eine mehr als dürftige Planung. Aber man erfährt, was schon alles erreicht wurde, und das scheint bis 2030 auszureichen. Noch dünner werden die Ziele bzgl. Naturschutz. Hier sucht man vergeblich nach einer Aussage. In der Land- und Forstwirtschaft oder im Bereich der Naherholung scheint ebenfalls in den nächsten 12 Jahren kein Bedarf zu bestehen.

In Walldürn hat man sich vielmehr gegen den Naturschutz und für die Vernichtung der Kulturlandschaft in Form von Streuobstwiesen entschieden. Stand bislang nur die Streuobstwiese des Biotopschutzbundes Walldürn e.V. im „Löschenäcker“ als Gewerbefläche zur Debatte, so legt man nun an die letzten am Stadtrand gelegenen, zusammenhängenden Streuobstflächen im Gewann Alter Wasen die Hand an, um dort Wohnbauflächen zu generieren.

So bleibt die Hoffnung, dass sich mit dem im Verfahren folgenden Entwurf das Blatt zum Besseren wendet!